MEIN TRAUMSCHIFF

Sieh dir mal den Hasen an,
was der Hase rasen kann…

Sein Name ist Hase. Rasender Hase. 2012 habe ich mir einen langgehegten Traum erfüllt: meine eigenen vier Planken! Am 7.7. erlebte das Segelschiff seinen Stapellauf an der Sechs-Seen-Platte in Duisburg. Es ist eine Sailart 17 mit der Baunummer 161 – 5,10 Meter lang, 2,30 Meter breit und 510 Kilo schwer. So klein, dass es selbst ein schwächerer Wagen mit einem Trailer über die Straßen ziehen kann. Und so groß, dass zwei Erwachsene in der Kajüte bequem übernachten können. Als moderne Yacht hat „Rasender Hase“ natürlich ein eigenes Facebook-Profil. Und hier ein kleiner Film.

Zunächst dient „Rasender Hase“ als Wochenendhäuschen auf den Baggerseen. Aber irgendwann wird er wohl auch die Sieben Weltmeere erobern. Schließlich ist alles an Bord, was man so braucht: Badeleiter, Piratenflagge, Vase mit Seidenblume, Lichterkette mit Rentieren, ein aus der Persenning, zwei Duschvorhängen und einem Regencape selbstgebasteltes Cockpizelt… Ich habe einfach das „Tiny House“-Konzept aufs Wasser übertragen und ein „Tiny Houseboat“ erschaffen. Ein faltbares Solarpanel sorgt dafür, dass Strom für den E-Motor und einen größeren Akku zur Verfügung steht. Das ermöglicht mir z.B. den Betrieb eines winzigen Kühlschranks, der genau in den Spalt zwischen Kielkasten und Sitzbank passt. Man kann es sich richtig gemütlich machen.

Seit 2019 habe ich für Leichtwind einen „Code 0“ an Bord. Dafür habe ich meinen „Hasen“ zurück zum Konstrukteur gebracht. Der hat als Regattasegler das Boot extra leicht gebaut und merkte leicht verstört an: „Sie haben aber viel in Ihren Backskisten.“ Nach dem Warum fragte er nicht. Vielleicht hatte er in der Kajüte an der Wand das pinkfarbene Schild mit einem Sinnspruch gesehen: „Weil ich eine Lady bin, Arschgesicht!“

heulendeeule

Seit 2015 hat „Rasender Hase“ ein Beiboot: ein Hobie Mirage i9s – 2,74 m lang, 0,91 m breit, 22 kg schwer, aufblasbar und in eine Reisetasche mit Rollen zu verpacken. In der Sommersaison hält sich „Heulende Eule“ allerdings meist in Hamburg auf, wo sie die Alster und die angrenzenden Kanäle unsicher macht.

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